Ungerade Zahlen im Roulette

Zu den ungeraden Zahlen im Roulette gehören schlicht und ergreifend fast die Hälfte der verfügbaren Zahlenfelder, abhängig davon ob man französisches oder amerikanisches Roulette spielt. Bei der amerikanischen Variante müssen zwei, bei der französischen Version hingegen nur eine Null – „Zero“ von der Gesamtzahl abgezogen werden.

Das Setzen auf die geraden oder ungeraden Zahlen stellt im Roulette-Spiel gerade für ungeübte Spieler oder absolute Neulinge eine probate Möglichkeit dar, sich überhaupt erst einmal mit dem Spiel vertraut zu machen und sich die individuellen Gewinnchancen des Tisches anzusehen.

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Was bedeutet das Setzen auf ungerade Zahlen im Roulette?

Das Setzen auf die ungeraden Zahlen führt zu einer Gewinnchance von etwas weniger als 50 Prozent – 48,64 Prozent beim französischen Roulette, 47,36 Prozent bei der amerikanischen Variante – bereits durch die Platzierung eines einzelnen Jetons. Diese sehr hohe Gewinnwahrscheinlichkeit kann ansonsten nur durch die Kombination von verschiedenen Einsätzen erreicht werden. Sie können beispielsweise ihre Chancen fast auf 2/3 erhöhen, wenn Sie gleichzeitig auf das erste und das zweite Drittel setzen.

Natürlich können Sie die Chance rein rechnerisch auch auf fast 100 Prozent verbessern, wenn Sie auf Gerade und Ungerade setzen. Dann erhalten Sie aber eben nur höchstens Ihren Einsatz zurück – und verlieren alles, wenn die Null kommt. Wer sich aber nur an den Wahrscheinlichkeiten und Statistiken orientiert, wird auf lange Sicht keine Freude am Roulette haben, da sich die Chancen nicht mit jedem Dreh des Kessels addieren, sondern immer wieder neu anliegen. Insofern können Sie zu Beginn Ihrer Roulette-Karriere mit der Platzierung eines Einsatzes auf Gerade, Ungerade, Schwarz oder Rot nicht sehr viel falsch machen – und die Zeit am Tisch möglichst lange genießen – vorausgesetzt, Sie nehmen nicht gleich Ihren gesamten Jeton-Vorrat für den ersten Einsatz in Anspruch.

Warum werden Einsätze auf ungerade Zahlen als „Outside Bet“ bezeichnet?

Im Roulettespiel unterscheidet man zwei Arten von Einsätzen: Die Platzierungen auf einzelnen Zahlen und die Nutzung von bestimmten Einteilungen, die alle auch miteinander kombiniert werden können. Die einzelnen Zahlenfelder liegen auf der Innenseite des Tischlayouts – die Platzierung eines Jetons auf einem einzelnen Feld heißt daher „Inside Bet“ – frei übersetzt: „Wette auf ein Feld der Innenseite“.

Die Kombis „Rot“, „Schwarz“, „Gerade“ und “Ungerade“ fassen direkt mehrere Felder zusammen – zusätzlich kann man noch auf das erste, das zweite und das dritte Drittel der Zahlen setzen, die erste oder zweite Hälfte des Zahlenfeldes auswählen oder eine vertikale Drittelung des Layouts vornehmen. Alle erwähnten Möglichkeiten werden zu den „Outside Bets“ gezählt, da sie im äußeren Bereich des Tisch-Layouts verortet sind. Die Unterscheidung entspricht auch der Kategorisierung von riskanten Einsätzen, die sehr hohe Gewinne versprechen (Inside Bets) und eher weniger riskanten Wetten, die aber eher niedrige Gewinne beinhalten (Outside Bets).

Die Kunst im Roulette besteht nun darin, herauszufinden, ob man eine eher risikoarme Strategie fährt und sich mit Kombinationen der Outside Bets beschäftigt oder volles Risiko fährt und nach einer „Aufwärmzeit“ am Tisch hohe Einsätze auf einzelnen Zahlenfeldern platziert. Möglichkeit 3: freie Kombination der beiden Optionen. Tatsächlich gibt es sehr talentierte Spielerinnen und Spieler, die den „Spirit“ eines Tisches aufnehmen können und ihre Einsatzstrategie danach ausrichten. Natürlich räumen diese äußerst sensiblen Menschen nicht andauernd erstaunliche Gewinnsummen ab, schaffen es aber sehr oft, mit einem satten Plus in der Tasche das Spielcasino wieder zu verlassen – während andere sich für den Nachhauseweg eine Busfahrkarte zusammenschnorren müssen.

Welchen Vorteil bietet die „En Prison“-Regel?

Beim Roulette sind nicht jedes Mal alle Jetons verloren, wenn die Kugel im Kessel nicht die erhofften Felder trifft. Wer seine Einsätze auf einem Outside Bet Feld platziert hat, kann die Hälfte seines Spielgelds wieder zurückerhalten – falls die Kugel auf der Null liegen bleibt. Diese Regel wird hauptsächlich in europäischen Spielcasinos angewendet und nennt sich „La Partage“.

Landet die Kugel auf dem Zero-Feld, muss der Spieler lediglich „Partagez la masse, s’il vous plaît“ sagen – oder auf Deutsch den Croupier bitten, „die Masse zu teilen“. Dann erhält man direkt eine Hälfte zurück, die andere wandert in den Schlitz und gehört ab sofort der Bank. Wie kommt jetzt noch die „En Prison“-Regel ins Spiel – und was bedeutet sie überhaupt? Einige Spielbanken, die La Partage erlauben, gewähren den betroffenen Spielern noch eine weitere, interessante Option: Befinden Sie sich in der beschriebenen Situation, können Sie „En Prison“ in Anspruch nehmen – dann wird Ihr Einsatz „ins Gefängnis gesteckt“ („Prison“ bedeutet auf Französisch nämlich „Gefängnis“), verbleibt auf dem ursprünglichen Feld und wird vom Croupier mit einem kleinen Gewicht markiert.

Haben Sie dann beim nächsten Spiel Glück und die Kugel fällt auf das markierte Zahlen- oder Zahlengruppenfeld, erhalten Sie Ihren Einsatz in voller Höhe zurück – andernfalls geht der Betrag endgültig in den Besitz der Bank über. Diese interessanten Regeln machen den besonderen Reiz des Roulette-Spiels aus – das relativ einfache Grundprinzip wird mit attraktiven Optionen garniert und erlaubt es den Anwesenden am Tisch, auch mit minimalen Einsätzen auf Outside Bets sehr viel dazuzulernen.

Wie werden die Chancen für das richtige Ergebnis berechnet?

Hier gehen wir einfach wie folgt vor: Abhängig von der Variante (amerikanisch oder französische) rechnen wir mit 38 oder 37 Felder davon entfallen entweder zwei oder nur ein Feld auf „Zero“. Dann teilen wir die Anzahl der mit einem Einsatz versehenen Felder durch die Gesamtanzahl. Setzen wir nur auf eine Zahl – zum Beispiel auf die 5 – haben wir eine Gewinnchance von 1/37 bzw. 1/38. Platzieren wir zwei Einsätze, geht die Chance auf 2/37 oder 2/38 (1/19) hoch.

Bei mehreren Platzierungen auf Inside und Outside Bets müssen wir die einzelnen Chancen theoretisch zusammenrechnen. In der Praxis bringen uns diese Zahlenspiele aber nicht wirklich weiter, da jede Chance für sich alleine steht und bei jeder Drehung des Kessels wieder auf Null gesetzt werden muss. Roulette-Strategien, die auf Statistiken oder Wahrscheinlichkeiten beruhen, hören sich in der Theorie beeindruckend an, scheitern aber immer an der Endlichkeit der einzelnen Prozesse.

Fazit

Setzen Sie zu Anfang am Roulettetisch erst einmal auf die Outside Bets – wenn Sie sich dann etwas in die Materie eingearbeitet haben, können Sie Einsätze kombinieren – und bei Bedarf auch Ihr Recht auf „La Partage“ oder „En Prison“ einfordern – erkundigen Sie sich aber bitte vorher, ob das Casino auch überhaupt nach diesen Regeln spielt.